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Leineperlen erhalten Förderung durch den Amateurmusikfonds

Der Lesbenchor Leineperlen hat 2024 Mittel aus dem Amateurmusikfonds für ein Projekt zum Thema Geschlechtervielfalt erhalten.

Als einziger Lesbenchor in Hannover sehen wir uns in besonderer Verantwortung, für Geschlechtervielfalt und queere Sichtbarkeit einzutreten. In der Gesellschaft verstärken sich in hoher Geschwindigkeit queerfeindliche Haltungen, die immer häufiger in verbalen Angriffen und körperlicher Gewalt münden.

Dem wollen und werden wir mit unseren Stimmen entschieden etwas entgegensetzen. Die schnellen gesellschaftlichen Veränderungen führen selbst in unserem Chor zu Verunsicherungen, verschiedene Einstellungen werden sichtbar. Auch innerhalb der lesbischen Community ist es schon zu Diskriminierungen etwa von Transpersonen und nicht binären Menschen bei Großveranstaltungen gekommen.

Das verdeutlicht die Relevanz einer Auseinandersetzung mit queeren Themen auch für uns. Bezüglich des Themenkomplexes Geschlechtervielfalt und Akzeptanz wollen wir als Lesbenchor zu einer gemeinsamen, offenen und diversitätsfreundlichen Haltung kommen und diese dann öffentlichkeitswirksam musikalisch und in Texten zum Ausdruck bringen.

Konzerte in Hannover und Bremen

Konzertplakat Born this wax - Konzert mit dem Lesbenchor Leineperlen und dem Queerchor Hannover am 23. Februar 2024 in Hannover- Deshalb haben wir am 23. Februar 2024 ein Konzert mit dem 2021 gegründeten Queerchor Hannover unter dem Motto „Born this way“ im Kulturzentrum „Faust“ veranstaltet. Der Saal hat für die große Menge an Interessierten nicht ausgereicht. Viele standen vor den geöffneten Fenstern, um uns gemeinsam hören zu können.

- Deshalb haben wir am 23. Mai 2024 einen Workshop Choreografie und moderne Bühnenpräsenz zur Professionalisierung unserer Auftritte und Unterstreichung unserer Botschaft durchgeführt.

- Deshalb haben wir am 15. Juni 2024 in unserer städteübergreifenden Partnerschaft mit dem Lesbenchor Bremen (Cantanten) ein gemeinsames Konzert unter dem Motto „Say Love“ gestaltet.

- Deshalb werden wir im Herbst einen Workshop zum Thema Geschlechtervielfalt durchführen.

Für beide Konzerte haben wir ein Arrangement des Liedes „Born this way“ von Lady Gaga in Auftrag gegeben, das unsere Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Geschlechtervielfalt aufgreift. Weitere Arrangements der Stücke „I am enough“ und „Women all over the world“ sind geplant.

 

Geschlechtervielfalt und queere Sichtbarkeit

Die auf eine breitere Basis gestellte Sichtbarkeit unseres lesbischen Chores sowie die Erhöhung der Professionalität im Auftreten soll auch dazu dienen, neue Chormitglieder zu gewinnen und uns damit auch in Zukunft musikalisch und inhaltlich sicher zu positionieren. Hierzu ist eine Teilnahme an der „Offenen Chorprobe“ am 07.11. 24 angedacht.

Wir möchten unsere Erlebnisse und Ideen zum Thema „Geschlechtergrenzen überwinden“ musikalisch weitertragen. Im Jahr 2025 findet das seit 20 Jahren bestehende Lesben-Frauen-Chöre-Treffen (LFCT) in Osnabrück statt. An diesem Treffen werden 15 bis 20 Chöre aus Deutschland und den Niederlanden teilnehmen.

Dort werden wir sowohl unsere konzeptionelle Arbeit als auch unsere Arbeitsergebnisse einer breiten lesbischen Öffentlichkeit präsentieren, denn auch hier ist Öffnung nötig. Wir wollen mit unserem Engagement eine erhöhte Sichtbarkeit und den Zusammenhalt innerhalb der queeren Community erzielen und so mit unserer Musik einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten.

Impressionen von den Konzerten in Hannover und Bremen